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	<title>Fantasy Archive - The Champ Talks</title>
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	<title>Fantasy Archive - The Champ Talks</title>
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		<title>Interview mit Markus Heitz</title>
		<link>https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-markus-heitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Detert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2021 12:38:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Inspiration lauert überall. Die Denkweise ist entscheidend.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-markus-heitz/">Interview mit Markus Heitz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h3><strong><u>Interview mit Markus Heitz</u></strong></h3>

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			<h2>„Inspiration lauert überall. Die Denkweise ist entscheidend.“</h2>

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			<p><strong><em>Herr Heitz, Sie gelten als einer der bekanntesten, deutschen Fantasy-Autoren. Woher stammt Ihre Leidenschaft für die Genres Fantasy, der Horror-Stories und der Science-Fiction?</em></strong><br />
<strong><br />
Markus Heitz</strong>: Ist im Grunde total einfach &#8211; weil ALLES möglich ist. Vorausgesetzt, ich kann es mir vorstellen und ausmalen. Das gilt für das Phantastische ebenso wie das Zukünftige. Und wer gruselt sich nicht gerne im Dunkeln oder in Geisterbahnen, im Kino oder am Lagerfeuer? Auch die Kombination verschiedener Elemente aus den Genres ist mehr als reizvoll und oft geschehen. Es geht immer um abwechslungsreiche, aufregende und packende Geschichten in außergewöhnlichen Welten, die man als Leserschaft gefahrlos besuchen kann, um danach überrascht, erfreut und vielleicht erleichtert in die Realität zurückzukehren. Und ich habe einen riesig-diabolischen Spaß, mir diesen `Ritt´ für die Leserinnen und Leser auszudenken. <em>(lacht)</em></p>

		</div>
	</div>

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			<p><strong><em>Welche Autoren und Buchtitel haben Sie in Ihrer Kindheit geprägt?</em></strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-2469 alignright" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Kinderbuch_Markus-Heitz.jpeg" alt="markus heitz monster" width="258" height="339" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Kinderbuch_Markus-Heitz.jpeg 350w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Kinderbuch_Markus-Heitz-229x300.jpeg 229w" sizes="(max-width: 258px) 100vw, 258px" /></p>
<p><strong>Markus Heitz</strong>: Etwas Prägendes als Einzeltitel gab es nicht. Mir war aber recht schnell klar, dass ich Märchen, Sagen und Legenden ziemlich spannend fand. Gleich danach kamen der Grusel, Detektivgeschichten und das Weltall. Da ich Jahrgang 1971 bin, war einer der Helden meiner Kindheit natürlich `Captain Future´. Ich habe stapel- und regelmeterweise Bücher verschlungen, dank unserer Dorfbibliothek &#8211; Comics miteingeschlossen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre fantastischen und spannenden Geschichten?</em></strong><em><br />
</em><br />
<strong>Markus Heitz</strong>: Inspiration lauert überall. Die Denkweise ist entscheidend. Mein Kreativzentrum springt auf Kleinigkeiten an, die mir absurd, besonders, witzig oder unheimlich auffallen. Das können herkömmliche Newsmeldungen, aber ebenso auch Stichwörter in einer Unterhaltung sein, das kann eine Liedzeile sein, der Anblick eines Bildes oder die ultimative Fragestellung an eine Begebenheit: „Was wäre eigentlich gewesen, wenn…“ &#8211; daraus ergeben sich Ideen für Kurzgeschichten und Romane. Dagegen kann ich mich auch nicht wehren, es geschieht einfach. Das macht vermutlich den Unterschied zu weniger kreativen Menschen aus, die dafür aber andere Dinge wesentlich besser können als ich. Ausgleich der Natur, schätze ich. Wichtig ist, sich alles aufzuschreiben. Deswegen habe ich immer ein Notizbuch und zwei Stifte dabei. Bleistift und Kugelschreiber. Für jede Witterung etwas.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Ihr Erstlingswerk von `Die Zwerge´ machte Sie zum Bestsellerautor. Nun haben Sie aktuell im DROEMER-KNAUR Verlag bereits den 6. Band der `Die Zwerge´-Saga veröffentlicht. Worauf können sich Fans bei Ihrer neuen Fortsetzung von `Die Zwerge´ freuen?</em></strong></p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-2467 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE.jpg" alt="die rückkehr der zwerge" width="186" height="289" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE.jpg 1600w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE-193x300.jpg 193w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE-658x1024.jpg 658w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE-768x1195.jpg 768w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE-987x1536.jpg 987w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE-1317x2048.jpg 1317w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Buch-Cover-DIE-ZWERGE-1200x1867.jpg 1200w" sizes="(max-width: 186px) 100vw, 186px" /></p>
<p><strong>Markus Heitz:</strong> Bei knappen 1000 Seiten in zwei Bänden wäre es schwierig, den Inhalt halbwegs adäquat wiederzugeben. Deswegen versuche ich es erst gar nicht. Aber ich kann versprechen: klassische Fantasy, einige Änderungen im Setting, neue Schurken und Widersacherinnen, viel Magie, Drachen, Verrat und Mystik… ach ja, und Liebe! Das muss einfach dazu, als besonderes Gewürz. Habe ich schon Action erwähnt? Nein? Gut: Action. <em>(lacht)</em> &#8211; Einiges. Es geht viel kaputt, das kann ich so zusichern. Es ist einfach zu gut, dass man in einem Roman nicht an ein Budget für Spezialeffekte und Massenschlachten gebunden ist. Die Zwerginnen und Zwerge haben einiges zu tun, um das Geborgene Land zu schützen.</p>

		</div>
	</div>

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			<blockquote class="blockquote">
<p class="mb-0">&#8222;Letztlich dreht sich alles um Storytelling, und dabei ist das Medium egal, ob Buch, Kinder-Bildband, Lied, Computerspiel und vieles mehr.&#8220;</p>
<footer>Markus Heitz</footer>
</blockquote>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Sie sind ein bekennender Rollenspiel-Fan. Rührt hiervon Ihre Faszination für Zwerge als Ihre Roman-Protagonisten?</em></strong><em><br />
</em><br />
<img decoding="async" class="size-full wp-image-2468 alignright" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Karte-aus-Buch-DIE-ZWERGE.jpg" alt="karte die zwerge" width="320" height="292" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Karte-aus-Buch-DIE-ZWERGE.jpg 320w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Karte-aus-Buch-DIE-ZWERGE-300x274.jpg 300w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" /><strong>Markus Heitz:</strong> Das kann man so sagen. Wir waren damals zu weniger Spieler, und jeder musste zwei Charaktere leiten, um überhaupt eine Gruppe zu formen. Ich hatte einen Elben und einen Zwerg. Den Elb `erwischte´ es im Rollenspiel recht schnell, aber mein Rollenspielcharakter als Zwerg hielt durch. Ein zähes, eigenwilliges Völkchen mit besonderem Humor, Dickköpfigkeit, Verlässlichkeit und einem guten Geschmack in Sachen Bierbrauerei. Perfekt für eine meiner Geschichten!</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Tauchen Sie heutzutage – wenn es die Zeit als Autor überhaupt zulässt -, noch `bewaffnet´ mit Charakterbogen, Würfel, Abenteuerstory und atmosphärischem Umfeld im Kreis von Freunden noch in solch magische Welten und Abenteuer eines solchen, klassischen Pen- &amp; Paper-Rollenspiels ein? Oder reizt es Sie heute viel mehr, solche Welten und Charaktere selbst zu erschaffen und in Ihren Büchern zum Leben zu erwecken?</em></strong></p>
<p><strong>Markus Heitz:</strong> Mir fehlt leider die Zeit dazu. Mein Ersatzstoff ist sozusagen das Erfinden von neuen Welten und Abenteuern. Ich bin damit Spielleiter, Weltenbauer und Spieler gleichzeitig. Es ist für mich der beste Job, den es geben kann. Dazu kommen ja noch Nebenprojekte, wie Zusammenarbeit mit Bands, wo es mal um Songtexte oder um das Erschaffen eines `Fantasticals´ geht. Letztlich dreht sich alles um Storytelling, und dabei ist das Medium egal, ob Buch, Kinder-Bildband, Lied, Computerspiel und vieles mehr.</p>

		</div>
	</div>

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			<blockquote class="blockquote">
<p class="mb-0">&#8222;Das Pseudonym `Max Voland´ dient zur besseren Abgrenzung und um deutlich zu machen, dass unter Voland nichts Phantastisches in den Werken auftaucht.&#8220;</p>
<footer>Markus Heitz</footer>
</blockquote>

		</div>
	</div>

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			<p><strong><em>Unter Ihrem Pseudonym `Max Voland´ erschien kürzlich zudem der Roman `Die Republik´. Im Gegensatz zu Ihren sonstigen Werken handelt es sich hierbei um einen spannenden Polit-Agenten-Thriller. Dient Ihr Alter-Ego Max Voland dazu, Ihre zuvor gesetzten Grenzen des Schreibens innerhalb des Fantasy- und Science-Fiction-Genres mal aufzubrechen?</em></strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2470 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Max-Volland_Die-Republik.jpg" alt="maxim voland die republik" width="216" height="345" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Max-Volland_Die-Republik.jpg 300w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Max-Volland_Die-Republik-188x300.jpg 188w" sizes="auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px" /></p>
<p><strong>Markus Heitz:</strong> Das Pseudonym `Max Voland´  dient zur besseren Abgrenzung und um deutlich zu machen, dass unter Voland nichts Phantastisches in den Werken auftaucht. Ich habe bereits mehrere Thriller geschrieben, aber es zeigte sich, dass sich einige Leserinnen und Leser, die ausschließlich Krimi und Co. lesen, durch meine Fantastikwerke verunsichert werden. Dem wollte ich ein Ende setzen und ein Pseudonym mit klarer Kante anbieten. Mal sehen, wann es mit einem Voland-Werk weitergeht. Ideen sind genug vorhanden, wie immer &#8211; die Zeit fehlt schlicht vor lauter Projekten. Übrigens folgt auch `Die Republik der Fragestellung: Was wäre eigentlich gewesen, wenn…´. Es kann so einfach sein. Man muss nur darauf kommen, aber das gilt ja für alles Kreative.</p>

		</div>
	</div>

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			<p><strong><em>Neben dem Schreiben von Bestseller-Romane ist Ihre zweite Leidenschaft das Kochen. Kleinere Rezepte von Ihnen sind bereits in Teilen Ihrer Bücher im Anhang eingebunden. Wird es zukünftig mal ein persönliches Kochbuch vom Autor Heitz geben? Und was ist für Sie persönlich das von Ihnen gekochte Lieblingsgericht?</em></strong></p>
<p><strong>Markus Heitz:</strong> <em>(lacht)</em> Ja, das werde ich öfter mal gefragt. Aber ein Kochbuch ist derzeit nicht vorgesehen.</p>
<p>Lieblingsgerichte habe ich so einige, und das geht quer über den Globus. Ich bin bekennender Gewürzfan. Wobei ich schon sagen muss, dass orientalische Rinderhack-Reis-Klößchen, in denen der Reis in einer frischen Zitronensoße mitgegart wird, weit vorne sind. Gerade bei sommerlichen Temperaturen kann man das ausgezeichnet auch kalt essen.</p>
<p><strong><em>Herr Heitz, vielen Dank für das interessante Interview.</em></strong></p>

		</div>
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			<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br />
<em><br />
Interview: Andreas Detert |</em> <em>Fotos: Markus Heitz, Stefan Freund, DroemerKnaur, Bastei Lübbe, Piper</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-markus-heitz/">Interview mit Markus Heitz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Interview mit Wolfgang Hohlbein</title>
		<link>https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Detert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 08:30:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.the-champ-talks.de/?p=2306</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Es ist für mich immer wieder aufregend und ein besonderes Erlebnis, aus einem kleinen Funken, einer kleinen Idee, ein Feuer einer neuen Geschichte zu entfachen und dann davon ein neues Buch zu entwickeln.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein/">Interview mit Wolfgang Hohlbein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h3><strong><u>Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 1</u></strong></h3>

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			<h2>„Es ist für mich immer wieder aufregend und ein besonderes Erlebnis, aus einem kleinen Funken, einer kleinen Idee, ein Feuer einer neuen Geschichte zu entfachen und dann daraus ein neues Buch zu entwickeln.“</h2>

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			<p><strong><em>Herr Hohlbein, Sie sind einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Autoren auf dem Gebiet der fantastischen Literatur. Wo nehmen Sie Ihre Ideen für neuer Geschichten und Buchtitel her?</em></strong></p>
<p><strong>Wolfang Hohlbein</strong>: Im Grunde gibt ist nicht `die Quelle´ für Ideen. Vieles entsteht tatsächlich in der Wirklichkeit, denn man kann aus allem eine Geschichte entstehen lassen. Oft sind es Kleinigkeiten, die zu Ideen für einen Handlungsstrang innerhalb einer Geschichte führen. Ganz oft bei fantastischen Romanen sind Inhalte in den Büchern aus Erlebnissen meines Alltags entstanden. Solche teils banalen Kleinigkeiten, teils außergewöhnlichen Erfahrungen inspirieren mich dann beim Schreiben und bilden den Ausgangspunkt einer Geschichte. Es ist wie der erste kleine Kieselstein, der die Lawine für das Buch dann ins Rollen bringt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2319 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Buchtitel_Widersacher.jpg" alt="Die Widersacher" width="230" height="344" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Buchtitel_Widersacher.jpg 318w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Buchtitel_Widersacher-201x300.jpg 201w" sizes="auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px" /></p>
<p>Gerne kann ich Ihnen hierfür eines meiner Lieblingsbeispiele nennen:  Es ist lange her da, war ich im Taunus mit meinem PKW unterwegs. Zu dieser Zeiten gab es jedoch noch keine Navigationsgeräte und schon gar keine Handys. Ich hatte nur noch wenig Benzin im Tank meines Autos, es war tiefster Winter. Ich fuhr über Landstraßen durch Wälder, und – wie sollte es auch anders sein – hatte ich zudem noch meinen Mantel daheim vergessen. Je länger ich so durch einen verschneiten Wald fuhr, ohne Orientierung wo ich war, desto größer wurde meine Sorge mit meinem Auto mitten in diesem `Nirgendwo´ liegen zu bleiben. Mein Puls stieg im gleichen Maße, wie die Nadel meiner Tankanzeige gen Null sank. Doch dann sah ich hinter einigen Bäumen ein Licht eines beleuchteten, alleinstehenden Hauses. Ich überlegte kurz anzuhalten, auszusteigen und am Haus nach dem Weg zu fragen. Jedoch entschied ich mich damals anders und fuhr stattdessen weiter. Minuten später erreichte ich zu meiner Freude eine Tankstelle und somit wendete sich die Situation zum Guten. – Dieses Erlebnis hat mich jedoch für meinen Roman `Der Widersacher´ inspiriert, bei dem das Buch mit dieser erlebten Szene genau so beginnt. Einziger Unterschied zu dem Erlebten ist, dass die Hauptperson des Romans – im Gegensatz zu mir – doch aus dem Auto aussteigt und sich zum Haus im Wald begibt, um dort nach dem Weg zu fragen. Was sich jedoch für die Hauptfigur im Buch dann als verhängnisvollen Fehler entpuppt…! <em>(lacht)</em></p>
<p>Dieses Beispiel dient wunderbar als Blaupause, wie Buchszenen entstehen können oder Ideen für neue Handlungsstränge in Büchern sich entfalten. Oft zum Beispiel, bei meinen fantastischen Geschichten, Romanen mit Handlungen in fremden Welten oder auf anderen Planeten spielen Kleinigkeiten, die ich im realen Leben wirklich erlebt habe, für die Handlung eines Buches dann eine existenzielle Rolle. Bilder sind zudem für mich ein sehr großer Fundus für Ideen. Denn ich betrachte ein Bild und sehe oder interpretiere unter Umständen etwas ganz anderes, als dass das Motiv beim ersten Betrachten erscheint. All dies dient dann als `Aufhänger´ für eine weitere Geschichte. Alles Weitere ergibt sich dann im Fluss des Schreibens. Oft erzählen sich die Geschichten danach dann beinah `wie von selbst´. Meist erfolgt dies unbewusst, als wenn man sich in einen Traum begibt, und die Fantasie und Gedanken wandeln sich beim Schreiben dann in Worte und erzählen dann die Story des jeweiligen Buches.</p>
<p>Es ist für mich immer wieder aufregend und ein besonderes Erlebnis, aus einem kleinen Funken, einer kleinen Idee, ein Feuer einer neuen Geschichte zu entfachen und dann daraus ein neues Buch zu entwickeln.</p>

		</div>
	</div>

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			<blockquote class="blockquote">
<p class="mb-0">&#8222;Ganz oft bei fantastischen Romanen sind Inhalte in den Büchern aus Erlebnissen meines Alltags entstanden.&#8220;</p>
<footer>Wolfgang Hohlbein</footer>
</blockquote>

		</div>
	</div>

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			<p><strong><em>Viele Ihrer Romane greifen ja historische Elemente auf. Die Buchreihe `Die Templerin´ zum Beispiel spielt im nördlichen Deuts</em></strong><strong><em>chland des 12. Jahrhunderts zur Zeit der Kreuzzüge und Tempelritter. Was fasziniert Sie so an dieser historischen Welt des Mittelalters?</em></strong></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein: </strong>Es ist die Epoche, die mich schon immer am meisten fasziniert hat. Ich habe zum Beispiel als kleiner Junge schon immer gerne mit Ritter-Figuren gespielt. Und irgendwo ist ein Teil dieser Faszination für diese Zeit immer noch in mir. Zwar würde ich um keinen Preis der Welt in dieser mittelalterlichen Zeit gerne gelebt haben, nicht mal als König. Aber ich finde diese romantisierten Bilder, die man persönlich mit der Zeit des Mittelalters verbindet &#8211; tapfere Helden und Ritter, Burgfräulein oder auch fantastische Tierreiche und Welten &#8211; nach wie vor aufregend. Das alles in Büchern mit der Neuzeit und Wirklichkeit zu verbinden und daraus eine Handlung zu entwickeln, das fand ich immer schon toll.</p>
<p>Auch hierfür kann ich Ihnen ein weiteres interessantes Beispiel bieten: Im 12. Jahrhundert haben auf Malta zwölf Johanniter-Ritter eine Festung eine Woche lang gegen dreitausend Angreifer gehalten. Sie waren am Ende zwar leider alle tot, haben sich aber heldenhaft gewehrt. Und in Unterzahl so lange einer solchen Übermacht trotzen zu können, bietet natürlich Raum für Fantasie und die Interpretation einer übernatürlichen Erklärung. Wahrscheinlich war es in Wirklichkeit keine Übernatürlichkeit, sondern vielleicht die Begebenheit der Festung oder der Kampfeswillen der Johanniter-Ritter, die sie zu dieser Leistung geführt hat. Jedoch bot die Story mir eine erneute Idee für die Grundessenz eines weiteren historischen Romans, der dann von mir mit dem Titel `Das Siegel´ umgesetzt wurde.</p>

		</div>
	</div>

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			<p><strong><em>Erzählen Sie unseren Lesern doch bitte etwas mehr über die abenteuerliche Reise, die Ihre Protagonisten `Robin´ in `Die Templerin´ erlebt.</em></strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2328 alignright" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Buchtitel_Hohlbein.jpg" alt="Die Templern Das Band des Schicksals" width="194" height="307" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Buchtitel_Hohlbein.jpg 335w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Buchtitel_Hohlbein-189x300.jpg 189w" sizes="auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px" /></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein: </strong>Also, Robin ist erst einmal ein ganz normales Bauernmädchen, dass durch eine Reihe unglücklicher Umstände in den Templerorden verschlagen wird. Sie wird verletzt von den Templern vorgefunden und gesund gepflegt. Sie halten sie im ersten Moment für einen Jungen unter den Umständen wie sie vorgefunden wird und sie spielt die Rolle weiter. Ihre Umgebung weiß nach einer gewissen Zeit schon von ihrer wahren Identität, aber sie ist durch persönliche Kontakte dann im Verlauf des Buches so gut vernetzt, dass sie als Frau in dieser Männergesellschaft erst einmal weiterleben kann. Und es verschlägt sie tatsächlich in den fernen Osten in den Orient, wo sie verkleidet als Tempelritter `ihren Mann steht´.</p>

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	</div>

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			<p><strong><em>`Die Templerin´ ist als Reihe angelegt. Ihre Tochter Rebecca war Co-Autorin der Serie. Wie läuft grundsätzlich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen bei dem Verfassen eines Buch-Manuskripts ab?</em></strong><br />
<strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Ich halte persönlich relativ wenig davon, wenn man wirklich gemeinsam am Text arbeitet, also an den Worten. Ich denke, da ist `Mord- und Totschlag´ vorprogrammiert, da jeder der Meinung ist, seine Formulierung wäre die bessere. Aber wir arbeiten dann viel an den Geschichten. Das heißt, wir setzen uns zusammen und denken und schreiben gemeinsam an der Rohfassung, sozusagen an dem `Skelett des Buches´. Die Geschichte entsteht dann Stück für Stück während dieser Arbeit. Dann arbeitet man sich daran entlang und einer von beiden schreibt den Schluss. Bei diesem Teil von `Die Templerin´ war es dann eher meine Tochter.</p>
<p>Bei den Geschichten, in denen meine Ehefrau Co-Autorin ist, bilde ich meistens die Schlussfassung ab. Dann mache ich sozusagen `das Fleisch auf das Gerippe´, die letztendliche Ausformulierung. Aber so werfen in dem Schaffungsprozess zwei Leute ihre Ideen zusammen und in dem Fall ergeben dann zwei Mal 50 Prozent nicht 100 Prozent, sondern 200 Prozent. <em>(lacht)</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2322 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Die-Templerin_Collage.jpg" alt="Buchreihe Die Templerin" width="286" height="303" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Die-Templerin_Collage.jpg 584w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-1_Die-Templerin_Collage-283x300.jpg 283w" sizes="auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px" /></p>
<p>Bei jedem Roman geht man jedoch mit völlig anderen Standpunkten an die Sache heran. Meine Frau ist zum Beispiel mehr der Märchentyp und hat einen ganz anderen Blick auf die Geschichten, Wendungen und Ideen, auf die ich gar nicht käme. Und mit meiner Tochter läuft es ähnlich ab. Bei der Reihe von `Die Templerin´ war es so, dass ich die ersten Bände alleine geschrieben habe. Aber irgendwann aus Zeitgründen &#8211; und ehrlich gesagt hatte ich auch ein wenig die Lust verloren, fand die Geschichte aber zu schade, um sie zu beenden – fragte ich meine Tochter, ob Sie Lust hätte, an der Geschichte weiter mitzuwirken. Denn auch sie hat einen leichten `Fable´ für das Mittelalter und ist mittlerweile selbst eine gute Autorin. Und so ergab sich die Zusammenarbeit mit meiner Tochter bei der genannten Buchreihe.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Ihre Ehefrau gilt bei vielen Ihrer märchenhaften Buchwerke als große Inspiration. Ihre gemeinsamen Tochter Rebecca ist zudem wie erwähnt mittlerweile ebenfalls unter anderem als Autorin verschiedenster Jugendbuchromane erfolgreich aktiv. Liegt das `Bücher-Schreiben´ und das Verfassen spannender und fantasievoller Geschichten im Blut der Familie Hohlbein?</em></strong><br />
<strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Im Blut, dass weiß ich nicht. Aber es ist das ganze Umfeld bei uns, das sicherlich etwas Besonderes ausmacht. Es dreht sich in unserer Familie vieles um Geschichten, viel um Bücher, um phantastische Welten. Dann ergibt sich das automatisch, glaube ich, wenn man einen leichten Fable für das Erzählen hat, dass man Autor wird. Bei meiner Tochter ist es dann nie so weit gekommen, dass sie sich nur auf das Autorin-Sein beschränken wollte. Sie schreibt ab und zu mal und ihre Bücher sind auch sehr erfolgreich, aber sie ist mehr so eine Allroundkünstlerin. Sie töpfert, sie liebt Bildhauerei, sie malt. Da ist bei ihr das Schreiben nur ein Aspekt.</p>

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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><em>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Interview: Andreas Detert | Fotos: Tanja Winkler, Heyne, Bastei Lübbe</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<a href="https://www.the-champ-talks.de/literatur/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-2/" target="_self" class="vc_single_image-wrapper   vc_box_border_grey"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="692" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-2.jpg" class="vc_single_image-img attachment-full" alt="hohlbein" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-2.jpg 900w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-2-300x231.jpg 300w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-2-768x591.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein/">Interview mit Wolfgang Hohlbein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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		<item>
		<title>Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Detert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 08:15:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.the-champ-talks.de/?p=2339</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Man muss im richtigen Moment, mit der richtigen Geschichte an den richtigen Verleger geraten - oder an das richtige Publikum.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-2/">Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h3><strong><u>Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 2</u></strong></h3>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626864322976" >
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			<h2>„Man muss im richtigen Moment, mit der richtigen Geschichte an den richtigen Verleger geraten &#8211; oder an das richtige Publikum.“</h2>

		</div>
	</div>
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	<div class="mkd-separator" style="width: 60%;border-bottom-width: 1pxpx;margin-top: 40px;margin-bottom: 30px"></div>
</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Mit Ihrem vielfach prämierten und, zusammen mit Ihrer Ehefrau und Co-Autorin Heike Hohlbein 1982 veröffentlichten, ersten Werk `Märchenmond` begann Ihre erfolgreiche, literarische Reise als Autor. Mittlerweile haben Sie bereits über 220 Romane aus den verschiedensten Genres Thriller, Horror, Historie und Science-Fiction veröffentlicht.<br />
Was macht für Sie nach-wie-vor den Reiz von märchenhaften Geschichten aus?</em></strong><em>  </em><br />
<strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Also im Grunde sehe ich den Unterschied meiner Bücher in den einzelnen Genres nicht so gravieren. Bis auf die reinen Thriller, die trotz allem einen ganz leichten phantastischen Touch haben, ist alles sehr phantastisch und ein wenig märchenhaft. Manchmal ist dies in großen, manchmal nur in kleinen Schritten neben der Wirklichkeit im jeweiligen Buch präsent.</p>
<p>Im Augenblick schreibe ich gerade einen weiteren Thriller, einen richtigen `Action-Krimi´ sozusagen. Aber selbst bei diesem wird in der Story das Phantastische sicherlich nicht fehlen. <em>(lacht)</em> &#8211; Es gibt Szenen im Buch, bei der die Heldin des Romans sich selbst fragt, ob das Erlebte wahr oder unwirklich ist. Ich überlasse diese Entscheidung dann dem Leser.</p>
<p>Ich bin zudem auch ein großer Filmfan. Wenn ich im Fernsehen im Vorspann des Films jedoch sehe, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen basiert, schalte ich meist immer ab. Denn auch hierbei fehlt mir dann das Märchenhafte und Phantastische.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Eines Ihrer Bücher ist nun sogar als Kino</em>&#8211;<em>Verfilmung umgesetzt worden. Worum geht es in dieser Geschichte von `DIE WOLF-GÄNG´?</em></strong><br />
<strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> `Die Wolf-Gäng´ ist ein Jugendbuch, und eigentlich ist die Story eine `Schnapsidee´ gewesen. Also weniger Schnaps-, eher eine Bier-Idee. <em>(lacht)<br />
</em><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2344 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_WOLF-GÄNG-Kinoverfilmung.jpg" alt="Die Wolf-Gäng" width="192" height="272" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_WOLF-GÄNG-Kinoverfilmung.jpg 1131w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_WOLF-GÄNG-Kinoverfilmung-212x300.jpg 212w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_WOLF-GÄNG-Kinoverfilmung-724x1024.jpg 724w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_WOLF-GÄNG-Kinoverfilmung-768x1086.jpg 768w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_WOLF-GÄNG-Kinoverfilmung-1086x1536.jpg 1086w" sizes="auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px" />Horrorgeschichte und Gruselgeschichte für Kinder gibt es ja schon in Massen. Aber eine solche Story muss man ja auch nicht immer so ernst erzählen. Man kann das Ganze ja auch mit Humor darstellen. So kam es dazu, dass die drei Hauptfiguren der `WOLF-GÄNG´ ganz unterschiedlich entwickelt wurden – und dies mit einer großen Prise Humor: Einer der Charaktere ist ein Werwolf mit einer starken Katzenhaarallergie, ein weiterer ein Vampir, der dummerweise kein Blut sehen kann, und die Dritte eine Elfe mit Flugangst. Und die drei tun sich dann zusammen, um in der Story von `Die WOLF-GÄNG´ unter anderem gegen einen bösen Dämon zu kämpfen.</p>
<p>Das Schreiben dieser Geschichte hat mir riesigen Spaß gemacht. Und es ist hoffentlich dann eine spannende Geschichte geworden. Und ein sehr guter Film, wie ich finde. Denn wie gesagt muss nicht jede Geschichte immer ganz ernst dargestellt werden. Man kann eine Geschichte mit auch mit einem `Augenzwinkern´ erzählen.</p>

		</div>
	</div>

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			<div class="wpb_video_wrapper"><iframe loading="lazy" title="Trailer: Die Wolf-Gäng" width="1060" height="596" src="https://www.youtube.com/embed/MU8iFnZkeDA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Auch wenn eine Verfilmung sicher nie den Reiz und die Geschichte des Buches ersetzen kann, da die Leser mit dem Lesen der Geschichten ja erst „im Kopf“ die jeweilige Story vor Augen haben und die Phantasie angeregt wird – was beim Film ja bereits vorgegeben wird.</em> <em>Macht es Sie trotzdem stolz, Ihre Geschichten auch mal auf der Leinwand oder im TV zu sehen?</em></strong><br />
<strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Man kann ein Buch nicht mit einem Film vergleichen. Es ist eine andere Art von Geschichte. Es ist kein Zufall, dass es so lange gedauert hat, bis es zu der ersten Verfilmung eines meiner Bücher kam. Ich habe ganz lange gewartet, bis ich der Meinung war, dass die Technik soweit ist, den einzelnen Elementen des Buches gerecht zu werden, ohne peinlich oder albern zu wirken. Und es hat ebenfalls sehr lange gedauert, bis ich einen Regisseur gefunden habe dem ich zutraue, meine Geschichte zu verfilmen. Christian Becker als Regisseur und die Firma, die `Die WOLF-GÄNG´ verfilmt haben, waren dann für mich die erste und richtige Wahl.</p>
<p>Meiner Meinung nach gibt es nun seit gut zehn Jahren richtig gute Special-Effects. Und so richtig `spitzenmäßig´ sind sie ja erst seit ein paar Jahren. Jedoch haben wir in Deutschland hierbei auch ganz viel Potenzial. Alles schreit immer nach Hollywood, aber Deutschland ist, was die Computertechnik bei Verfilmungen angeht, wirklich weltführend.</p>

		</div>
	</div>

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			<blockquote class="blockquote">
<p class="mb-0">&#8222;Man kann ein Buch nicht mit einem Film vergleichen. Es ist eine andere Art von Geschichte.&#8220;</p>
<footer>Wolfgang Hohlbein</footer>
</blockquote>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Man kann als Autor nicht direkt Einfluss nehmen auf die filmische Umsetzung des Buches. Aber man kann natürlich im Vorfeld sagen; „bitte mache das nicht oder dies nicht“, und Einzelheiten werden dann besprochen. Bei der Verfilmung von `Die WOLF-GÄNG´ gab es viele Gespräche zwischen der Produktionsfirma, dem Regisseur und mir vorab. Man hat mir zum Beispiel Bilder von den Hauptdarstellern gezeigt &#8211; viel mehr zwar nicht &#8211; aber dann konnte ich meine Eindrücke und Ideen einfließen lassen, ob der Typ von Schauspieler zu dem jeweiligen Charakter passt oder eben gar nicht. Und mit dieser Abstimmung war ich sehr zufrieden. Es hätte auch einen zweiten und dritten Teil von der WOLF-GÄNG gegeben, aber da kam Corona dazwischen. Corona hat `Die Wolf-Gäng´ buchstäblich gekillt! Es ist eben eine Jugendgeschichte und die Hauptdarsteller sind zwischenzeitlich im realen Leben nun einfach schon zu alt geworden, um nahtlos an die vorherige Story anknüpfen zu können. Es ist so schade, denn es fehlten uns nur noch um die 20.000 Zuschauer im Kino, dann hätte man einen Punkt erreicht an dem man sagt; „wir machen weiter“. Dies blieb uns durch die Schließung der Kinosäle leider nicht vergönnt.   Aber wir hatten wenigstens noch das Glück, den Film im Kino präsentieren zu können, auch wenn es nur von kurzer Dauer war. Andere Filme sind fertig gestellt worden, aber aufgrund der Corona-Maßnahmen gar nicht erst in den Kinos angelaufen.</p>
<p>Ich bin eh kein Mensch, der Katastrophen nachtrauert. Das ist wie bei einem Sturz vom Pferd; wenn man herunterfällt, dann steht man wieder auf und macht weiter. Die nächste Verfilmung ist nun schon in Arbeit. Es gibt ein ernsthaftes Projekt, meinen historischen Roman `Hagen von Tronje´ mit großem Aufwand zu verfilmen. Und da arbeitet man gerade an einem Konzept für das Drehbuch. Zudem wird Amazon den phantastischen Roman `Der Greif´ als sechsteilige Fernsehserie veröffentlichen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Ihr Erstlingswerk `Märchenmond´ hat den Grundstein gelegt für Ihre Karriere als Autor. Mittlerweile sind Sie der wohl erfolgreichste Autor Deutschlands, wenn es um Geschichten aus dem Bereich Fantasy und Jugendbuch geht. Hätten Sie sich das träumen lassen, als Sie Ihr erstes Werk verfasst haben?</em></strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2375 alignright" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_Märchenmond-Cover.jpg" alt="märchenmond" width="215" height="354" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_Märchenmond-Cover.jpg 220w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-2_Märchenmond-Cover-182x300.jpg 182w" sizes="auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px" /></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Träumen lassen schon, klar. Man träumt natürlich immer davon, dass das funktioniert mit der großen Karriere und dem Erfolg. Aber realistisch habe ich es nicht geglaubt, nein. Der erste Erfolg war mehr ein Zufall. Schreiben wollte ich schon immer als Kind und Jugendlicher. Ich habe damals angefangen mit Gespenster- und Horrorgeschichten. Dann war es eine Verkettung von unwirklichen Zufällen. Es gab diesen Schreib-Wettbewerb, für den ich das 395-seitige Manuskript zu Märchenmond zusammen mit meiner Frau geschrieben und eingesendet habe. Wie ich hinterher erfahren konnte, gab es für den Wettbewerb über 1.000 Einsendungen. Und das `Märchenmond´ dann so ein Erfolg wurde, dass konnte keiner ahnen. Es war auch nicht so, dass die Leute dann sofort losgestürmt sind, um das Buch aus den Buchhandlungs-Regalen zu reißen. Aber es war ein ganz guter Erfolg, der Verlag war ebenfalls zufrieden und hat dann gesagt, „Komm, versuchen wir noch einen Roman…“. Das hat sich dann so langsam im Laufe von zwei Jahren aufgebaut. Ich hatte einfach auch das Glück, dass dann die erste Fantasy-Welle anrollte. Und zudem gab zu der damaligen Zeit auch nicht so furchtbar viele andere deutsche Autoren in diesem Genre.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Was würden Sie angehenden Autoren empfehlen, um mit Ihren Geschichten erfolgreich in die `Welt der Bücher einzutauchen`?</em></strong></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Es gibt nur einen einzigen Rat, den ich geben kann; Man sollte die Bücher schreiben, die man schreiben möchte. Man sollte nicht auf den Markt schielen und sagen, „au ja, Vampirgeschichten sind gerade IN und dann versuche ich mich dann auch an einer solchen Geschichte“. Wenn man wirklich eine Geschichte erzählen will, wenn man wirklich dazu steht, dann sollte man sie schreiben. Man sollte im Grunde die Bücher schreiben, die man selber lesen würde. Es geht ja nicht nur um das Schreiben. Es gilt ja im Grunde für alles im Leben. Wenn man etwas gerne macht, dann wird es am Ende auch gut.</p>
<p>Hierzu habe ich auch ein Negativbeispiel; Ich bin gelernter Kaufmann und ich war nicht richtig gut in meinen damaligen kaufmännischen Job. Ich habe in dem Beruf keine Karriere gemacht, da es mir in diesem Beruf keinen Spaß gemacht hat. Ich habe den kaufmännischen Beruf eigentlich nur ergriffen, weil es meine Eltern wollten. Und ich hätte wahrscheinlich nur so ein mittelmäßiges Berufsleben geführt und wäre nun seit drei Jahren in Rente. Vielleicht sogar auch ganz glücklich, dass weiß man ja nicht, aber sicherlich auch ohne große Karriere.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2374 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-scaled.jpg" alt="wolfgang hohlbein" width="300" height="460" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-scaled.jpg 1668w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-195x300.jpg 195w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-667x1024.jpg 667w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-768x1179.jpg 768w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-1001x1536.jpg 1001w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-1334x2048.jpg 1334w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/Wolfgang-Hohlbein-4_©-hohlbein.de_-1200x1842.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Wenn ich so zurückblicke, habe ich damals immer schon gegen 16:30 Uhr angefangen, die Minuten herunterzuzählen, wann ich endlich mit der Arbeit aufhören kann. Meine Kollegen die zwei Stunden länger geblieben sind und sich dann auch noch Arbeit für das Wochenende mit nach Hause genommen haben, habe ich schlichtweg für `bekloppt´ gehalten. Heute verstehe ich, warum sie es gemacht haben; weil ihnen die Arbeit Spaß gemacht hat. Und so sind meine damaligen Kollegen dann verständlicherweise karrieretechnisch alle an mir vorbeigezogen. Ich glaube jedoch, dass jeder etwas hat, was er besonders gut kann. Nur besteht die Gefahr, dass viele Ihr Begabung gar nicht erst entdecken. Vielleicht sind es auch Talente, mit denen man nicht viel anfangen kann. Aber wenn man etwas wirklich will, etwas wirklich gerne macht, dann wird es auch gut. Ob das dann der große Erfolg wird, das steht dann auf einem anderen Blatt Papier. Es ist so eine Mischkalkulation, die aus einem Drittel Talent, einem Drittel Fleiß und einem Drittel Glück besteht. Man muss im richtigen Moment, mit der richtigen Geschichte an den richtigen Verleger geraten &#8211; oder an das richtige Publikum. Also wäre Märchenmond zwei Jahre früher herausgekommen, wäre ich vielleicht mit wehenden Fahnen untergegangen, da Fantasy damals noch keinen interessiert hat.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<blockquote class="blockquote">
<p class="mb-0">&#8222;Wenn man wirklich eine Geschichte erzählen will, wenn man wirklich dazu steht, dann sollte man sie schreiben. Man sollte im Grunde die Bücher schreiben, die man selber lesen würde. &#8222;</p>
<footer>Wolfgang Hohlbein</footer>
</blockquote>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Bei dem Verfassen Ihrer Romane haben Sie einen außergewöhnlichen, veränderten Zeitrhythmus: Sie schreiben nachts und schlafen dafür vormittags bis mittags. Wie kam es hierzu?</em></strong></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Dafür gibt es keine tiefenpsychologischen Hintergründe, das war rein praktikabel. Am Anfang hatten wir nur eine kleine Wohnung, aber schon zwei Kinder. Ein eigenes Arbeitszimmer war nicht denkbar. Ich habe so richtig angefangen zu schreiben, als die Kinder im Bett waren und meine Frau auf der Couch eingeschlafen war. Da hatte ich erst die Ruhe dazu zum Schreiben. Mit der Zeit hat sich dies gewandelt. Später hatten wir eine größere Wohnung, danach ein Haus mit einem Arbeitszimmer. Aber ich hatte mich schon so an diesen Rhythmus gewöhnt und das hat sich dann irgendwie ergeben. Dann habe ich die Nachtschicht übernommen bei den Kindern, als sie noch klein waren. Irgendwann habe ich mir so gedacht, ach die Stunde hängst du noch dran und dann machst du sie fertig für den Kindergarten oder später die Schule. Das hat sich dann einfach so eingespielt und hat es hat wunderbar funktioniert. Es hatte rein praktische Gründe. Ich mache das seit fast 40 Jahren so und ich werde mein Leben die nächsten 40 Jahre jetzt auch nicht mehr umstellen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Wann haben Sie gemerkt, dass die Abend- und Nachtstunden für Sie die kreativeren Phasen sind?</em></strong></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein: </strong>Natürlich ist der innere Schweinehund in den Abend- und Nachtstunden nicht so groß wie tagsüber, wo man schon einmal in die Versuchung kommt, zu denken; „du willst doch bei dem schönen Wetter nicht am Schreibtisch sitzen, gehe doch lieber ins Freibad oder fahre Motorrad“, oder so. Die Verlockung ist nachts um 3 Uhr im Winter dann doch nicht so groß. <em>(lacht)</em></p>
<p>Und ich vermute, das liegt mit daran, dass man nachts eher zur Ruhe kommt und ich dann einfach leichter schreiben kann.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><em>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Interview: Andreas Detert | Fotos: Tanja Winkler, Ueberreiter<br />
</em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<a href="https://www.the-champ-talks.de/literatur/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-3/" target="_self" class="vc_single_image-wrapper   vc_box_border_grey"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="692" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-3.jpg" class="vc_single_image-img attachment-full" alt="Hohlbein Teil 3" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-3.jpg 900w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-3-300x231.jpg 300w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/buch-teil-3-768x591.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-2/">Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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		<title>Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 3</title>
		<link>https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Detert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 08:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Früher hatte ich es immer für dummes Gerede gehalten, wenn Autoren erzählt haben; `meine Roman-Figuren machen nicht, was ich will´. Heute weiß ich, dies passiert tatsächlich.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-3/">Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid mkd-section mkd-content-aligment-left" style=""><div class="clearfix mkd-full-section-inner"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626882627268" >
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			<h3><strong><u>Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 3</u></strong></h3>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626870802436" >
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			<h2>„Früher hatte ich es immer für dummes Gerede gehalten, wenn Autoren erzählt haben; `meine Roman-Figuren machen nicht, was ich will´. Heute weiß ich, dies passiert tatsächlich.“</h2>

		</div>
	</div>
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			<p><strong><em>Ihre zweite Leidenschaft neben dem Geschichtenerzählen ist das Motorradfahren. Ist hierbei auch die Idee für Ihrer spannende Buch-Reihe `Intruder´ entstanden?<br />
</em></strong><br />
<strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Ich fahre Motorrad, wenn es die Zeit zulässt. Das Motorradfahren ist ein Hobby und das soll es auch bleiben. Man wird im Alter ruhiger. Und aus dem Alter, dass ich ein 300 PS-Motorrad fahren muss, bin ich zum Glück heraus. In der Vergangenheit habe ich mir jedoch einen kleinen Traum erfüllt, indem ich mit Freunden sechs Wochen durch Amerika die „klassische“ Motorrad-Routen mit einer Harley Davidson gefahren bin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2358 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_Intruder-Reihe-1.jpg" alt="intruder " width="345" height="271" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_Intruder-Reihe-1.jpg 688w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_Intruder-Reihe-1-300x235.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /></p>
<p>Bei der Intruder-Reihe sind daher die meisten Inhalte, die kleinen und zum Teil lustigen oder auch unangenehmen Episoden, wahre Erlebnisse von dieser Motorradtour. Bis auf die `Mordliste´ und den `Indianer´, diese Inhalte habe hinzugefügt. Aber im Grunde ist die Buchreihe ein Reisebericht. Auch die Situation im Buch, in der die alte Indianerin einen Fluch ausgestoßen hat und die Motorräder im Anschluss nicht angesprungen sind, sind wahre Erlebnisse von unserer Tour. Ich bin mir bewusst, dass mit dies wahrscheinlich kein Mensch glaubt, aber es war wirklich so passiert. Sicher gibt es für das Nicht-Anspringen der Motorräder eine ganz logische Erklärung, aber in dem Moment lief es meinen Freunden und mir schon `kalt über den Rücken´.<br />
Ich habe nicht erst nach unserem Motorradurlaub mit dem Schreiben des Buches begonnen, sondern habe mir schon während der Amerika-Motorradtour immer wieder Notizen gemacht, Erlebnisse aufs Band gesprochen und Fotos gemacht. Denn das ist so eine Berufskrankheit, man sieht alles um sich herum mit einem sogenannten `Autorenauge´.</p>
<p>Manchmal erwische ich mich auch dabei, mir selbst den Spaß am Lesen anderer Bücher zu verderben, weil ich denke; „das hätte ich jetzt anders formuliert oder die Wendung gefällt mir jetzt gar nicht“. Das ist dann sicherlich schade. Aber wie schon gesagt, dass ist dann durch die `Autoren-Berufskrankheit´ bedingt. <em>(lacht)</em></p>

		</div>
	</div>

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			<p><strong><em>Was ist aus Ihrer Sicht an Ihren Geschichten das Außergewöhnliche?</em></strong><br />
<strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Wenn ich das wüsste, würde ich das Geheimnis für viel Geld verkaufen und mich endgültig zur Ruhe setzen. <em>(lacht)</em> &#8211; Spaß bei Seite: Ich weiß es nicht. Ich hatte wahrscheinlich das Glück, im richtigen Moment den Geschmack der Leser getroffen zu haben. Ich schreibe oder rede eigentlich so, wie `mir der Schnabel gewachsen ist´. Vielleicht habe ich das Glück, dass meine Sprache trivial genug ist, um vielen anderen zu gefallen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
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			<p><strong><em>Gibt es bereits weitere Buchprojekte, die Sie gerne zukünftig umsetzen würden?<br />
</em></strong><strong><u><br />
</u></strong><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Ja, Sie haben es ja gemerkt, ich habe es in den letzten Jahren ruhiger angehen lassen. Aber ich habe mir fest vorgenommen, jetzt wieder ein bisschen mehr Gas zu geben mit dem Schreiben, weil ich immer wieder feststelle, dass es eben nicht nur mein Beruf ist. Das Schreiben ist mein Hobby geblieben. Ich erzähle einfach gerne Geschichten.  Aber ich bin auch meinen Lesern sehr dankbar, denn ohne sie wäre ich auch nichts.</p>
<p>Zu Ihrer Frage der neuen Buchprojekte kann ich bereits verraten, dass ich gerade an einem neuen Thriller schreibe und hierbei so gut wie fertig bin. Ich weiß nicht, ob der neue Roman in diesem Jahr noch erscheint, aber es ist geplant. Danach schaue ich mal, was kommt. Ich plane wirklich nie groß im Voraus. Ich finde es einfach schön, mich von Ideen auch einmal packen zu lassen. Es gab mal Zeiten, da habe ich ein Manuskript auch einmal länger liegen gelassen, da ich eine weitere Idee für eine andere Geschichte hatte – dies sicherlich zur großen Verzweiflung meines Verlages. Aber wenn ich wirklich das Gefühl habe; „das ist eine tolle Geschichte, die muss ich jetzt erzählen“, dann mache ich dies auch. Ich glaube, auch wenn ich nicht so einen Erfolg hätte, Geschichten hätte ich dennoch geschrieben und sei es nur für die Schublade. Geschichten sind einfach meine große Leidenschaft.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Die Digitalisierung durch Hörbücher, eBooks, Podcasts und digitale Bibliotheken nehmen in den Jahren zu. Glauben Sie, dass irgendwann das digitale Lesen am Tablet oder Reader das klassische Buch ersetzen wird?</em></strong><br />
<strong><u><br />
</u></strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2379 alignright" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_eBook-Schmuckbild.jpg" alt="ebook" width="475" height="356" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_eBook-Schmuckbild.jpg 1000w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_eBook-Schmuckbild-300x225.jpg 300w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_eBook-Schmuckbild-768x576.jpg 768w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_eBook-Schmuckbild-800x600.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Die Digitalisierung ist bereits sehr fortgeschritten, insbesondere bei Computerspielen mit Elementen der virtuellen Realität. Ich glaube, zukünftig kann man Geschichten mit solchen Elementen sicherlich auf einem ganz anderen Niveau erzählen, als es heute möglich ist.</p>
<p>In einem Buch `erlebt´ man ja als Leser das in der jeweiligen Geschichte dargestellte Abenteuer, welches sich der Autor oder die Autorin ausgedacht hat, indem man die passenden Bilder im Kopf erweckt. Aber vielleicht werden wir alle in der Zukunft noch Computerspiele oder-welten entwickelt bekommen, in denen wir die Geschichte dann `wirklich real erleben´ können, im wahrsten Sinne des Wortes: `Nicht nur das Sehen oder Hören am Bildschirm erleben, sondern inmitten einer Geschichte zu sein und diese virtuell zu beeinflussen´, das wird möglicherweise ein denkbares Zukunftsszenario sein. Versuche der IT-Entwickler in diese Richtung gab es ja schon. Da geht es immer schneller mit den technischen Entwicklungen. Ein Buch zu lesen und `zu erleben´ ist dem Grunde nach jedoch auch nichts anderes, nur eben durch die Phantasie des eigenen Geistes beflügelt.</p>
<p>Ich glaube jedoch nicht, dass das digitale Buch das klassische Buch ersetzen wird. Das Fernsehen hat das Kino ja auch nicht ersetzt. Hörbücher, eBooks oder ePaper sind neue Medien, die nun ihren Platz in der Medienwelt erobert haben. Jedoch glaube ich, dass man als Autor durch das digitale Lesen zu dem klassischen Buchmarkt eher eine weitere Leserschaft dazugewinnt.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<blockquote class="blockquote">
<p class="mb-0">&#8222;In einem Buch `erlebt´ man ja als Leser das in der jeweiligen Geschichte dargestellte Abenteuer, welches sich der Autor oder die Autorin ausgedacht hat, indem man die passenden Bilder im Kopf erweckt.&#8220;</p>
<footer>Wolfgang Hohlbein</footer>
</blockquote>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Eine weitere Präsentationsmöglichkeit eines Buches ist eine Autoren-Lesung.<br />
Während einer Lesung live vor Publikum und Fans nehmen Sie Ihre Zuhörer und Fans immer wieder auf eine fantastische Reise in die vorgetragene Geschichte selbst. &#8211; Was macht für Sie bei solchen Lesungen den besonderen Reiz aus? Und was ist Ihnen dabei wichtig?</em> </strong><u></u></p>
<p><strong>Wolfgang Hohlbein:</strong> Ich kann Ihnen nur sagen, was mir persönlich wichtig ist, wenn ich auf eine Lesung gehe; Ich selbst gehe ich nicht zu einer Lesung, um den Autor oder die Autorin nur lesen zu hören. Ich besuche die jeweiligen Veranstaltungen, um den Menschen `hinter dem Buch´ auf der Bühne erleben zu können und um ihn oder sie durch anschließende Fragen besser kennenzulernen. Hier geht es aus meiner Sicht um das Erlebnis als `Gesamtpaket´.</p>
<p>Ich erlebe es bei meinen eigenen Lesungen ebenfalls auch eher selten, dass nach der Lesung dann direkt auch die Veranstaltung beendet ist. Oft gibt es dann noch einen Autoren-Talk, bei dem die Leser- und Hörerschaft durch ihre Fragen mehr über mich als Autor, als Person oder über meine Bücher erfahren können. Und so entsteht eine Interaktion zwischen der Leserschaft und dem Autor, die meiner Meinung nach erst eine gute Lesung ausmacht.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Sie sind ein sehr nahbarer Autor. Gab es bereits Situationen, bei denen Leser Ihnen in Gesprächen oder auch schriftlich Ideen für neue Geschichten gegeben haben, die Sie dann umsetzten konnten?</em></strong><em><br />
</em><strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Eine direkte Idee für einen Roman ergab sich daraus bisher nicht, aber Wendungen für ein Buch schon. Jedoch ist es nie vorab eine fertige Geschichte, die man dann umsetzt. Jedoch liebe ich den Austausch mit meiner Leserschaft, die mich durchaus inspiriert.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Sind es auch mal alltägliche Situationen oder ungewöhnliche Erfahrungen, die Ihnen als Inspiration für neue Buch-Plots dienen?</em></strong> <u></u></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2355 alignleft" src="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_Buchcover-Wyrm.jpg" alt="wolfgang hohlbein wyrm" width="178" height="280" srcset="https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_Buchcover-Wyrm.jpg 300w, https://www.the-champ-talks.de/wp-content/uploads/2021/07/TEIL-3_Buchcover-Wyrm-191x300.jpg 191w" sizes="auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px" /></p>
<p>Wolfgang Hohlbein: Hierzu fällt mir folgendes Beispiel ein; Die Grundidee zu meinem Roman `Der Wyrm´ ist auf Jamaika entstanden, als wir dort im Urlaub waren. Es war so heiß, dass ich mit meinen Strandschuhen an der Straße festgeklebt bin. Genau diese Erfahrung spiegelt sich in der Anfangsszene dieses historisch-phantastischen Romans wider, der während einer Hitzewelle in Amerika spielt. Denn während nämlich der Protagonist der Story mit einem der ersten Automobile fährt, gehen ihm die Reifen kaputt, da es so heiß ist und die Reifen im Teer der Straße einsinken. &#8211; Es ist ein gutes Beispiel, wie solche Geschichten aus einer alltäglichen Situation inspiriert werden können.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Haben Sie das Ende einer Geschichte eigentlich bereits im Kopf? Oder ist es für Sie beim Schreiben des Manuskripts manchmal auch überraschend, wie sich die jeweilige Story entwickelt?</em></strong><em><br />
</em><strong><u><br />
</u>Wolfgang Hohlbein:</strong> Das Ende eines Buches habe ich zu Beginn des Schreibens schon im Kopf. Zudem weiß ich die Grundidee der Story und worauf ich in der Ausgangssituation im Buch hinauswill. Ich habe sozusagen `den Start und das Ziel´ des Buches im Kopf. Aber der Weg zum Ende des Buches fehlt dann noch. Hierbei lasse ich immer gerne die Geschichte sich entwickeln. Meistens ist das Ende dann jedoch anders, als ich es vorher angedacht hatte. Manchmal überraschen mich auch die Figuren im Buch, die sich innerhalb des Schreibens ebenfalls weiterentwickeln. Früher hatte ich es immer für dummes Gerede gehalten, wenn Autoren erzählt haben; „meine Figuren machen nicht, was ich will“. Heute weiß ich, dies passiert tatsächlich. <em>(lacht)</em> <em> </em></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><em>Ganz herzlichen Dank für das ausführliche und sehr persönliche Interview, Herr Hohlbein!</em></strong><br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<strong><u><br />
</u></strong><em>Interview: Andreas Detert | Fotos: Tanja Winkler, Heyne, Bastei Lübbe </em></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.the-champ-talks.de/belletristik/interview-mit-wolfgang-hohlbein-teil-3/">Interview mit Wolfgang Hohlbein &#8211; Teil 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.the-champ-talks.de">The Champ Talks</a>.</p>
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