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Interview mit Marko Pesic

Marko Pesic | The Champ talks

Interview mit Marko Pesic

„Was ein ehemaliger Sportler niemals verlieren darf ist der Wettkampfaspekt, jeden Tag besser zu werden, jeden Tag einen Ansporn für sich persönlich zu sehen und jeden Tag gewinnen zu wollen.“

Herr Pesic, Sie sind nun bereits lange Zeit als Geschäftsführer der FC Bayern München Basketball GmbH tätig. Sowohl in Ihrer aktiven und erfolgreichen Profibasketballer-Zeit sowie als Manager haben Sie dabei bereits viel erlebt. Wo liegt Ihr derzeitiger Fokus?

FC Bayern BasketballMarko Pesic: Wir haben über die letzten Jahre viel Zeit und Geld investiert, um ein Backoffice zu organisieren und aufzubauen, der den heutigen Ansprüchen genügt. Zum Vergleich haben wir in den Anfängen sechs voll angestellte Mitarbeiter gehabt, jetzt sind wir bei klar mehr als fünfzig. Mittlerweile sind wir soweit, dass wir in allen wichtigen Positionen und vor allem in der Führungsebene hervorragende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben. Hierbei versuche ich die Büros bestmöglich zu unterstützen sowohl logistisch, finanziell als auch strukturell bestmögliche Bedingungen zu schaffen, sodass diese Kollegen von mir den Verein weiter nach vorne bringen können.

In den Sommermonaten ist der sportliche Aspekt natürlich immer im Fokus, den Kader der Mannschaft für die kommende Saison zusammenzustellen und Konzepte zu erstellen. Aber eigentlich liegt meine Aufgabe darin, in allen Bereichen unterstützend zur Seite zu stehen, damit die Abteilungen die teilweise sehr hoch gesteckten Ziele erreichen können.

„Ich glaube ein entscheidender Punkt für einen erfolgreichen Übergang in den Businessbereich ist, dass Sportler sich entweder gegen Ende ihrer Sport-Karriere oder sofort nach Karriereende weiterbilden sollten.“

Marko Pesic

Sie sind ja selbst ehemaliger Profisportler gewesen als langjährige Basketballer auf höchstem Niveau. Während und nach Ihrer aktiven Sportlerkarriere haben Sie zudem mit Ihrem Studium in Sportmarketing und Kommunikation in Venedig und Düsseldorf die Grundlagen für eine nachfolgende, erfolgreiche Business-Karriere als Manager und Unternehmer gelegt.

Was ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung eines ehemaligen Profisportlers bei der Transformation hin zum Unternehmer oder Manager eines Clubs wie Ihrem?

Marco Pesic - The Champ talksMarko Pesic: Es gibt verschiedene Bausteine, die hierfür wichtig sind. Die erste grundsätzliche Sache ist, dass man verstehen muss, dass man nicht mehr Profisportler ist. Man muss sich im Klaren sein, dass dieses Sportlerleben vorbei ist und man sich in einer anderen neuen Welt bewegen und beweisen muss. Ich glaube, das ist das wichtigste, denn ich habe manchmal das Gefühl, dass viele ehemaliger Profisportler denken, nur weil sie zuvor eine bestimmte Leistung erbracht haben in ihrer Sportlerkarriere, dass dann die Sachen automatisch so weiterlaufen. Der Businessbereich ist jedoch eine ganz andere Welt. Ein entscheidender Punkt für einen erfolgreichen Übergang in den Businessbereich ist, dass Sportler sich entweder gegen Ende ihrer Sport-Karriere oder sofort nach Karriereende weiterbilden sollten. Nur das praktische Wissen aus dem Sport mitzubringen genügt nicht aus, sondern man muss sich auch das theoretische Wissen aneignen, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Welche Erfahrungen oder Tugenden aus dem Sport konnten Sie in Ihrer heutigen Position als Geschäftsführer beim FC Bayern München Basketball übernehmen und anwenden?

Marko Pesic: Was ein ehemaliger Sportler niemals verlieren darf ist der Wettkampfaspekt, jeden Tag besser zu werden, jeden Tag einen Ansporn für sich persönlich zu sehen und jeden Tag gewinnen zu wollen. Sowohl in der unternehmerischen Welt als in der sportlichen Welt ist diese Wettkampfeinstellung eine wichtige Eigenschaft, die man als Profisportler sicherlich beibehält und die einen dann auch bei seinen weiteren Aufgaben trägt und prägt.

Aus dem einstigen Basketball-Projekt von 2010 ist mittlerweile in München ein erfolgreicher Basketball-Vorzeige-Club herangewachsen, der sich sowohl national als auch international etabliert hat. Wie ist der Austausch zwischen Ihnen und Präsident Herbert Hainer, insbesondere auch im Hinblick auf die weitere Ausrichtung des Vereins?

Marko Pesic: Unser Austausch hierzu ist hervorragend. Unser Präsident unterstützt uns sehr und jederzeit, wenn es gewünscht ist. Er ist keiner, der sich aufdrängt, er gibt uns genügend Freiraum und ist ein entscheidender Teil des Ganzen. Durch seine Erfahrung, die er als Person mitbringt aus seinem früheren Berufsleben, strategisch zu denken und Sachen vorauszusehen und diese weiterzuentwickeln, ist Herr Hainer ein unglaublicher Schatz für den FC Bayern München Basketball, von dem wir lernen und aus diesem Schatz wir schöpfen können. Viele haben gesagt; `wenn ein Uli Hoeneß nicht mehr da ist, fehlt ein großer Unterstützer für den Basketball des FC Bayern´. Uli Hoeneß bleibt immer ein Teil unserer Basketballfamilie und auch ein Ratgeber. Doch Herr Hainer unterstützt uns auf seine Weise und kraft seines Amtes und durch seine Persönlichkeit ebenfalls großartig, wofür wir überaus dankbar sind.

FC Bayern Basketball Spiel

Jetzt ist der FC Bayern München Basketball nicht nur als Anteilseigner der EuroLeague auf internationaler Ebene im Basketball angekommen, sondern auch zuvor bereits auf dem Parkett der europäischen Königsklasse sehr erfolgreich – mit starker Konkurrenz durch Spitzenteams wie den FC Barcelona, Real Madrid, Maccabi Tel Aviv, Efes Istanbul oder Zalgiris Kaunas. Wie waren Ihre Eindrücke hierzu, vor allem hinsichtlich der Dreifach-Belastung im internationalen Wettbewerb, dem Pokal und dem Ligabetrieb?

Marko Pesic: Wie bei jeder anderen Mannschaft und in anderen Sportarten ist es immer wieder eine Saison mit großen Herausforderungen, die wir sicherlich gut gemeistert haben.

Die abgelaufene Saison kann sicherlich als eine der bisher Besten der Vereinsgeschichte bezeichnet werden durch den Team-Einzug in die Playoffs der EuroLeague – als erste deutsche Basketballmannschaft überhaupt – sowie der Vize-Meisterschaft. Wie haben Sie persönlich diese Saison erlebt?

Marko Pesic: Wir haben als Mannschaft nicht darüber nachgedacht, was in vier oder fünf Wochen ansteht, sondern wir haben von Tag zu Tag gearbeitet – und das mit Erfolg. Zudem haben die Mitarbeiter im Backoffice großartige Arbeit geleistet und nicht minder das Team, sodass wir sicherlich von dieser Saison profitiert haben. Denn wir haben gemerkt, zu was wir unter schwierigeren Umständen in der Lage sind zu leisten.

Ihr derzeitiger Coach Andrea Trinchieri ist vertraglich noch länger an den Verein gebunden. Fällt es somit für Sie leichter, in die Kaderplanung für die kommende Spielzeit zu gehen?

Andrea TrinchieriMarko Pesic: Ich denke, dass wir mit unserem Sportdirektor Daniele Baiesi und unserem Head-Coach ein Traum-Duo an den richtigen Stellen haben. Beide haben sich für den FC Bayern München Basketball `committed´, was toll für den Verein ist. Denn wir wissen, dass beide nicht nur harte Arbeiter sind, sondern jederzeit auch in der Lage sind, innovative Ideen zu finden und in erster Linie an den Verein denken, was natürlich immer das Wichtigste ist. Wenn jemand denk, seine Interessen vor die des Vereins stellen zu müssen, ist dies ein Problem. Das ist bei den Beiden nie der Fall. Genau das begeistert mich an ihnen. Bei jedem Vorschlag, jeder Entscheidung, die Daniele und Andrea treffen, steht immer der Verein an erster Stelle. Das macht das gemeinsame Arbeiten natürlich deutlich einfacher.

„Unser Ziel ist es sicherlich, die Qualität des Kaders punktuell zu erhöhen, aber vor allem uns in der Breite gut aufzustellen.“

Marko Pesic

Die Kaderplanung für die kommende Saison läuft ja bereits auf Hochtouren. Bekannte Leistungsträger wie Vladimir Lucic, Augustine Rubit oder Nick Weiler-Babb haben bereits Ihre Verträge verlängert, neue Spieler – wie der frühere deutsche Nationalspieler Elias Harris – sind hinzugekommen.
Wo liegt in der Besetzung des Kaders für die neue Saison Ihr Hauptaugenmerk?

Marko Pesic: Wie jeden Sommer, wenn wir den Kader für die nächste Saison planen – und meistens machen wir uns bereits im März oder April Gedanken hierzu – ist es wichtig, das große Ganze im Fokus zu haben. Denn uns ist wichtig, dass man sowohl in der Liga als auch in der EuroLeague mit guten Konzepten Erfolg haben kann.

Was wir am Ende der vergangenen Saison gemerkt haben, war, dass wir zwar qualitativ gute Entscheidungen getroffen haben in Bezug auf die Mannschaft, wir jedoch zum Ende der Saison viele Probleme mit Verletzungen und Krankheiten hatten. Sie haben uns zum Ende hin und vor allem in den Playoffs die Meisterschaft gekostet. Unser Ziel ist es sicherlich, die Qualität des Kaders punktuell zu erhöhen, aber vor allem uns in der Breite gut aufzustellen.

Wir haben im Vorfeld ein Budget für Verstärkungen, welches feststeht. Nun haben wir uns entschieden, dieses Budget jetzt nicht nur in zwei Spieler zu investieren, sondern in der Breite Qualität zu halten und dazuzugewinnen. Und ich glaube, dass ist uns bisher sehr gut gelungen.

„Ich glaube, dass wir auf der einen Seite den Amateur-Basketball stärken sollten – und mit Amateur-Basketball meine ich präziser den Jugendbasketball.“

Marko Pesic

Bekannte NBA-Größen wie Derrick Williams, Greg Monroe, Bostjan Nachbar oder Dorell Wright bereicherten als Spieler in den letzten Jahren bereits die easyCredit BBL. Aufgrund des vielerorts eingeschränkten Team-Budgets werden Spielerverpflichtungen dieses Kalibers jedoch für viele Clubs zukünftig schwerer zu realisieren sein. Was denken Sie; kann die Liga auch ohne diese hochkarätigen NBA-Namen für Zuschauer attraktiv bleiben?

Marko Pesic: Ich denke auf jeden Fall. Die easyCredit BBL hat sich in den letzten vier, fünf Jahren von der Qualität her wirklich deutlich und durchgehend gesteigert, wie ich finde. Nicht nur bei Bayern München, sondern auch bei Alba Berlin und vielen anderen deutschen Top-Mannschaften spielen heutzutage Spieler, bei denen man vor Jahren es vielleicht noch als utopisch angesehen hätte, dass diese internationalen Top-Spieler überhaupt den Weg nach Deutschland suchen.

Zudem haben sich die deutschen Basketballvereine in der vergangenen Pandemie-Zeit als verlässliche Partner für die Spieler, Berater und auch Trainer erwiesen. Ich glaube, dass der Spieler- und Trainer-Markt es schätzt, dass man sich auf deutsche Basketballvereine verlassen kann. Sicherlich wird sich das auch zukünftig an den starken Team-Kadern der einzelnen Mannschaften und der individuellen Qualität der Spieler widerspiegeln, so dass man in den nächsten Jahren womöglich die stärkste easyCredit Basketball-Bundesliga aller Zeiten sehen wird.

FC Bayern München Basketball

Ihr Club in München ist trotz wirtschaftlicher Einschnitte – u. a. bedingt durch den zwischenzeitlichen Wegfall der Ticketing-Einnahmen – nach wie vor wirtschaftlich solide aufgestellt. BBL-Clubs in regionalerem Umfeld und mit kleinerem Etat kämpfen jedoch stark mit den Auswirkungen.
Was ist für Sie ausschlaggebend, um zukünftig Normalität in den Basketball-Hallen wiederherzustellen?

Marko Pesic: Das ist sicherlich ein vielschichtiges Problem. Ich glaube, dass wir auf der einen Seite den Amateur-Basketball stärken sollten – und mit Amateur-Basketball meine ich präziser den Jugendbasketball. Denn wir haben in den letzten zwei Jahren sicherlich eine Generation an Basketballtalenten verloren, da diese in verschiedenen Jahrgangsstufen für eine längere Zeit eigentlich überhaupt gar keinen Wettkampf gehabt haben. Wenn man Jugendprogramme führt, die auch leistungsorientiert sind und die nicht nur als Breitensport fungieren, ist diese `verlorene´ Zeit sehr schwer aufzufangen. Ich denke daher, dass dies eine Seite ist, bei der wir wirklich viel investieren müssen. Und mit Investition meine ich nicht unbedingt Geld, sondern wir müssen viel Einstellung zur Unterstützung und auch viel politisches Geschick zeigen, dass man diese jungen Basketballtalente – angefangen von der U12 bis zur U19 – wieder in den regelmäßigen Wettkampf schicken kann, so dass diese nicht die Lust am Basketball verlieren und wir somit nicht noch mehr Nachwuchs einbüßen.

Andererseits muss ich sagen, dass die easyCredit BBL das Problem mit den verringerten Zuschauerzahlen gut gemeistert hat und zukünftig gut aufgestellt ist. Obwohl es in der Pandemiezeit sicherlich schwer war, hat die Basketball-Bundesliga mittelfristig Wege gefunden, aufgetretene Probleme zu lösen. Und das ist aus meiner Sicht ein ganz wichtiger Punkt.

Wenn man sich die heutigen Einnahmequellen der BBL-Teams anschaut, muss man jedoch Realist sein. Im Vergleich zum Fußball, bei dem heutzutage hohe Einnahmen durch den Rechte-Verkauf der TV-Spielübertragungen generiert werden und diese prozentual gesehen deutlich mehr Bedeutung im Budget haben, sind beim Basketball Sponsoring und Ticketing für die finanzielle Planung existentiell.
Wenn eines dieser beiden Eckpfeiler wegbricht, dann wird es schwer das aufzufangen, wenn es länger als ein Jahr andauert.

„Ich wünsche mir, dass die deutsche Politik den Sport insgesamt im Fokus hat und nicht nur durch Fußball definiert. Und ich würde mir wünschen, dass man den Sport zukünftig vielleicht als Teil einer Lösung und nicht als Problem sieht.“

Marko Pesic

Hätten Sie einen Wunsch an die Politik, die das Ganze in gewisser Weise ja stark beeinflusst hat?

Marko Pesic: Was ich zu hundert Prozent weiß ist, dass die Vereine exzellente Hygienekonzepte entwickelt haben und hierbei hervorragend gearbeitet wurde und keine Probleme entstanden sind. Das ist glaube ich eine gute Referenz, das hierfür hart gearbeitet und auch wirklich viel Geld investiert wurde, um gesundheitstechnisch alles gut aufzustellen.

Ich wünsche mir, dass die deutsche Politik den Sport insgesamt im Fokus hat und nicht nur durch Fußball definiert. Sport ist nicht nur Fußball. Und ich würde mir wünschen, dass man den Sport zukünftig vielleicht als Teil einer Lösung und nicht als Problem sieht.

Sie haben es ja angedeutet, dass ja nicht nur der sportliche Erfolg, sondern auch wirtschaftliche Aspekte eine große Rolle spielen, um auf der Vereinsebene gut aufgestellt zu sein. Wie ist Ihre Einschätzung hierzu: Welche Akzeptanz erfährt der Basketball mittlerweile in Deutschland?

Marko Pesic: Ich glaube eine ganz gute Akzeptanz. Ich kann nicht für jeden Verein sprechen, aber wenn ich für den FC Bayern München Basketball sprechen kann, fühlen wir uns schon gerne gesehen. Auch bei unseren Partnern und Fans genießen wir hohes Vertrauen, weil wir ein verlässlicher Partner sind. Und auch die easyCredit Basketball-Bundesliga gilt ebenfalls als ein sehr angesehener Partner, der das einhält, was er verspricht. Und ich hoffe, das diese Akzeptanz weiterhin so anhält.

In naher Zukunft soll der SAP-Garden mit ca. 12.000 Plätzen den jetzigen Audi Dome als Ihre Spielstätte ablösen. Welche Möglichkeiten wird die neue Halle Ihrem Team, dem Basketballsport in München sowie Unternehmen als Sponsoren-Partner zukünftig bieten?

FC Bayern Basketball StadionMarko Pesic: Aus meiner Sicht wird der sportliche Erfolg nicht von der neuen Halle abhängig sein, auch wenn uns der SAP-Garden sicherlich zukünftig eine einzigartige Heim-Spielstätte bieten wird. Es wird vielmehr davon abhängen, wie gut wir als Verein arbeiten werden in nächster Zeit, bevor der SAP-Garden kommt. Da gilt es, sich weiterhin sehr anzustrengen und zu konzentrieren, bis man alles so gut vorbereitet hat, dass uns die neue Heim-Arena sicher `auf die nächste Stufe schießen´ wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass die neue Spielstätte mit all ihren Kapazitäten, die der FC Bayern München Basketball zusammen mit dem SAP-Garden entworfen hat und weiterhin entwickeln wird, den Verein auf eine neue Ebene heben wird im europäischen Basketball.

Durch Ihre Funktion als CEO des FC Bayern München Basketball sind Sie nach wie vor eng mit dem Sport verbunden. Spielen Sie eigentlich auch selbst noch ‘hobbymäßig‘ mit dem orangen Leder, wenn es die Zeit neben der Rolle als Manager zulässt?

Marko Pesic: Nein, nicht mehr. Ich habe 2006 mit dem Profibasketball aufgehört und habe seitdem glaube ich höchstens zwei Mal noch organisiert gespielt.

Also haben Sie auch keinen Korb an der Garagenwand, oder ähnliches?

Marko Pesic: Nein, nein. (lacht) Wenn ich mit etwas abschließe, dann ist das auch endgültig. Und es ist sicher auch besser so. Nicht, dass ich wieder Geschmack bekomme zu spielen und irgendwann wieder auftauche in der Regionalliga oder bei den Alt-Herren. (lacht)

Ich bin in meiner jetzigen Funktion so nah dran an den Spielern und am Sport, da brauche ich all dies nicht mehr. Zudem ist die Verletzungsgefahr, je älter man wird, umso größer und ich möchte gerne gesund bleiben und nicht ausfallen und habe mich somit entschieden, zum eigenen Spiel Distanz zu halten.

„Werden wir jedes Spiel gewinnen? Wahrscheinlich nein. Aber wir werden versuchen jedes Spiel so anzugehen, dass wir die Chance haben zu gewinnen.“

Marko Pesic
Marko Pesic The Champ talks

Sie kommen aus einer Basketballer-Familie; Sie selbst können auf zahlreiche Erfolge als Basketballprofi zurückblicken, Ihr Vater Svetislav Pesic ist einer der renommiertesten Basketball-Trainer in Europa und Ihr Schwager Jan Jagla ist ebenfalls ein erfolgreicher, ehemaliger Profibasketballer. Welche Themen überwiegen bei Ihnen zu Hause am Küchentisch, wenn die Familie zu Besuch ist; basketballspezifische oder alltagsspezifische Themen?

Marko Pesic: Basketball ist meistens im Fokus. Es sind immer interessante Gespräche, denn auch meine Mutter ist ehemalige Basketballerin und meine Schwester hat ebenfalls bereits gespielt. Jeder hat seine eigene Perspektive. Als Familie haben wir sowieso immer einen tollen Austausch, aber meistens ist das zentrale Thema bei uns `Basketball´.

Abschließend Ihre Einschätzung: Was können die Basketball-Fans vom FC Bayern München Basketball in Zukunft erwarten?

Marko Pesic: Wir werden versuchen wie zuvor schnellen und attraktiven Basketball zu spielen. Und egal, gegen wen wir spielen, werden wir immer auf Sieg spielen, das ist sicher. Werden wir jedes Spiel gewinnen? Wahrscheinlich nein. Aber wir werden versuchen jedes Spiel so anzugehen, dass wir die Chance haben zu gewinnen. Das haben die Fans letztes Jahr sehr geschätzt an unserer Mannschaft – den Kampfgeist, den Willen und den Charakter. Daher werden wir als Verein und als Mannschaft auch in Zukunft genauso weitermachen. Und dann werden wir sehen, mit welchen Ergebnissen wir abschließen.

Herzlichen Dank für das tolle Interview Herr Pesic – und Ihnen sowie Ihrem Team weiterhin viel Erfolg!

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Interview: Andreas Detert | Fotos: FC Bayern München Basketball

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